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+++ Werden Sie Mitglied im Krankenpflegeverein - weil Einer den Anderen braucht+++

  •                Krankenpflegeverein Vaihingen an der Enz e.V.

     

    Wir sind ein überkonfessioneller Förderverein der Sozialstation Vaihingen sowie an der Hospizgruppe beteiligt.

    Mit unseren Beiträgen und Spenden verfolgen wir ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Sie unterstützen damit die Dienste und Pflegeleistungen der Sozialstation.

    Wenn Sie selbst Hilfe brauchen, können Sie Zuschüsse von uns erhalten.

     


     

    Unsere 45. ordentliche Mitgliederversammlung fand am Freitag, dem 9. März 2018 in der Strudelbachtalhalle in Riet statt.

                                                        

    Zur neuen 1. Vorsitzenden haben die Mitglieder Frau Claudia Gröninger aus Horrheim als Nachfolgerin für den verstorbenen Friedrich Wahl einstimmig gewählt. Der 2. Vorsitzende, Rainer Schnell, beglückwünschte Frau Gröninger, die bisher schon 10 Jahre dem Ausschuss des Krankenpflegeverein Vaihingen angehört hat.

     

    In harmonisch verlaufener Versammlung wurde die Tagesordnung vollständig bewältigt.

     

     

                

    Frau Yvonne Rau (Gesundheitspädagogin und Diabetesberaterin) referierte abschließend zum Thema gesunde Ernährung.

     

    Bericht in der Vaihinger Kreiszeitung am 12. März 2018:

    Claudia Gröninger führt den Krankenpflegeverein 

    Die Horrheimerin tritt die Nachfolge des verstorbenen Friedrich Wahl an – Mitgliederzahlen sind rückläufig

     

    Claudia Gröninger aus Horrheim ist die neue Vorsitzende des Krankenpflegevereins Vaihingen. Sie tritt die Nachfolge des im Dezember verstorbenen langjährigen Vorsitzenden Friedrich Wahl an. Bei der Hauptversammlung in Riet wurde sie am Freitag für zwei Jahre gewählt. 

    Von Albert Arning 

    Riet. Die neue Vorsitzende hat in öffentlichen Ämtern Erfahrung. So war sie unter anderem bis 2004 Ortsvorsteherin von Horrheim, gehörte von 2004 bis 2009 dem Vaihinger Gemeinderat an und engagiert sich unter anderem im Chorverband Enz als 2. Vorsitzende. Vor elf Jahren hatte sie Jakob Menauer als Mitglied für den Krankenpflegeverein (KPV) geworben; für Horrheim gehörte die 59-Jährige seit zehn Jahren dem KPV-Ausschuss an. „Reiflich überlegt“ habe sie die Anfrage des 2. Vorsitzenden Rainer Schnell, meinte Claudia Gröninger. In offener Abstimmung gab es in der Strudelbachtalhalle von den rund 60 Mitgliedern nur Zustimmung für die Entscheidung.

    Vize Rainer Schnell erinnerte an das Wirken von Friedrich Wahl, der von 2008 an der Spitze stand; er habe sich um den KPV verdient gemacht. Und auch Oberbürgermeister Gerd Maisch unterstrich, dass Wahl „den Verein geprägt hat“. „Der Krankenpflegeverein ist, war und bleibt wichtig“, betonte Maisch und appellierte eindringlich daran, Mitglied zu werden. Er selbst hat übrigens die Nummer 2500. Vom Verein würden die Mitglieder profitieren („Tolle Geschichte“) und auch die Sozialstation („Wunderbare Sache“). Mit Frank Kontermann, dem seit knapp einem Jahr amtierenden Geschäftsführer der Sozialstation, habe es einen Strukturwandel gegeben, „der jetzt positiv abgeschlossen wurde“: „Wir sind auf einem guten Weg und wollen mit gutem Personal die Nummer 1 in der Raumschaft bleiben“. Für Mitte 2019 kündigte der OB den Umzug in die Heilbronner Straße (ehemaliges Kripogebäude) an.

    In seiner Jahresbilanz musste Rainer Schnell einen Mitgliederrückgang um 68 Personen melden; Ende 2017 zählte der Verein 2173 Mitglieder. „Wir schrumpfen leider, helfen Sie mit, den Schwund zu stoppen“, bat Schnell. Die Ausgaben (45495 Euro) überstiegen die Einnahmen (44964) um 530 Euro. Angesichts der Zinseinnahmen von knapp 6000 Euro kann man jedoch von einem guten Polster in der Rückhand ausgehen. „Unser Ziel ist nicht, Gewinne anzuhäufen“, betonte Rainer Schnell, „wir sehen uns als Förderverein. Und mit dem Guthaben wird auch nicht spekuliert.“ Für 2018 ist unter anderem wieder die Anschaffung eines Autos für die Sozialstation geplant. Zudem werden Ausflüge für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen organisiert. Die Kassenprüfer attestierten der Finanzchefin Christa Gayer in ihrem von Frank Kontermann vorgetragenen Bericht wieder „äußerste Gewissenhaftigkeit“. Der von OB Maisch beantragten Entlastung von Vorstandschaft und Ausschuss stand nichts im Wege. Neues Mitglied im Ausschuss ist die Rieter Ortsvorsteherin Nicole Müller, für Horrheim rückte Rosemarie Schuhmacher nach.

    Christoph Knecht berichtete als Vertreter der Einsatzleiterinnen der Hospizgruppe von 36 Betreuungsfällen (24 Frauen, zwölf Männer), vor allem im Karl-Gerok-Stift (19). Die 18 Ehrenamtlichen seien 756 Stunden im Einsatz gewesen, 99 davon in der Nacht. Die Kooperation mit Sachsenheim funktioniere. Im Oktober lade man zu einem Festabend 20 Jahre Hospizgruppe in die Peterskirche ein.

    Als Grußredner ging Schuldekan i. R. Gerhard Ruhl auf den Slogan des KPV ein: „...weil einer den anderen braucht“. Das sei eine uralte Geschichte. Es seien unendlich viele, die andere brauchen würden. „Wir brauchen Menschlichkeit“, mahnte Ruhl, der mit einem Tucholsky-Zitat auch an Friedrich Wahl erinnerte: „Toleranz ist der Verdacht, der andere könnte möglicherweise recht haben.“ So habe er den Verstorbenen erlebt.

    Im Rahmen der Mitgliederversammlung gibt es immer auch einen Vortrag, diesmal von der Gesundheitspädagogin und Diabetesberaterin Yvonne Rau zum Thema „Herzgesund essen“. 

     

    - Der Jahresbeitrag des KPV liegt für Einzelmitglieder bei 16 Euro, für die Partnerschaftsmitgliedschaft bei 25 Euro. Als Mitglied gibt es 25 Prozent Nachlass auf Leistungen der Sozialstation mit einer Obergrenze von 300 Euro/Jahr. Infos auf der Homepage: www.krankenpflegeverein-vaihingen.de

     

    Info: Note 1,0 für die Sozialstation 

    Frank Kontermann, seit dem 1. April 2017 Geschäftsführer der Sozialstation Vaihingen, bezeichnete bei der Hauptversammlung des Krankenpflegevereins 2017 als „unglaubliches Jahr“. Man habe die Aufgabe der neuen Pflegegrade zu bewältigen gehabt (bisher drei Stufen, jetzt fünf Grade), die Teams umstrukturiert (jetzt nur noch zwei) und die Organisationsform der „haushaltsnahen Dienste“ (früher Nachbarschaftshilfe) eingeführt. Die Datenerfassung geschehe mit Hilfe von Smartphones.

    Fakten aus dem Bericht: 1283 Patienten betreute die Sozialstation mit ihren rund 120 Beschäftigten insgesamt (2016: 1232). 70 Prozent kommen aus Vaihingen, jeweils zwölf Prozent aus Eberdingen und Sersheim, der Rest aus Oberriexingen. Bei den Pflegegraden dominiert die Stufe 2 mit 51 Prozent. Insgesamt liegt man ziemlich exakt im Bundesdurchschnitt. Erwartet wird für 2017 ein „recht positives Ergebnis“. Sehr positiv ist bereits die Bewertung des MDK (medizinischer Dienst der Krankenversicherung). Hier gab es die Note 1,0. Kontermann: „Das ist kein Selbstläufer.“ Angestrebt wird in diesem Jahr das Ausbildungsangebot für Altenpflegerinnen und Altenpfleger. (aa) 

     

    Das Führungsduo des Vaihinger Krankenpflegevereins: Claudia Gröninger ist die neue Vorsitzende; Rainer Schnell ist ihr Stellvertreter.

    Fotos: Arning